Bericht aus der Kirchenpflege

Hier erfahren Sie Interessantes aus der Kirchenpflege. Was beschäftigt die Kirchenpflege aktuell? Wurden Beschlüsse gefasst, die für die Gemeinde interessant sein könnten?
Papier und Stift (Foto: pixabay.com)

2. Wahlgang Kirchenpflege

Die Mitglieder der Kirchenpflege bedanken sich herzlich für das Vertrauen und die Wiederwahl für die nächste Amtsperiode. Wir sind motiviert, weiterhin mit vollem Engagement für die Kirchgemeinde tätig zu sein. An unserer diesjährigen Retraite Ende August werden wir gemeinsam mit den Pfarrerinnen und den Mitarbeitenden die Legislaturziele für die nächsten vier Jahre festlegen.

Ein Sitz in der Kirchenpflege ist aktuell noch frei. Raphael Thürlemann aus Pfäffikon ZH hat sich
bereit erklärt für das Amt zu kandidieren. Dafür ist er sogar extra zur reformierten Kirche konvertiert.
Der zweite Wahlgang findet im Juni statt und Raphael Thürlemann wird sich in einer der kommenden Ausgaben der Gemeindeseite persönlich vorstellen.

Monika Di Benedetto,
Kirchenpflegepräsidentin

Freiwilligenkonzept

«Jedem Mensch hat Gott viele Fähigkeiten geschenkt. Es lohnt sich, diese zu entdecken und zu entfalten.»
Die Reformierte Kirche Turbenthal-Wila ist ein Raum, in dem Menschen sich entdecken, entfalten und einbringen können. Wir freuen uns über alle, die sich in unserer Kirchgemeinde engagieren möchten und wollen für jede interessierte Person eine Aufgabe finden, welche ihren Fähigkeiten entspricht und sie mit Freude und Stolz erfüllt. Mit einem Engagement in unserer Kirchgemeinde haben Freiwillige die Möglichkeit moderne Kirche in einem Team mitzugestalten und werden durch unsere Mitarbeitenden – als feste Ansprechpersonen – begleitet und gefördert.
Im Sommer 2024 haben wir unsere Retraite dem Thema «Freiwilligenarbeit» gewidmet. Ein spannender Tag unter der Leitung von Maya Hauri. Danach entstand in einer Arbeitsgruppe ein Konzept, basierend auf den Erkenntnissen des Tages. Dazu gehören Überlegungen, was die Rechte und auch Verbindlichkeiten der Freiwilligenarbeit sind, welche Formen der Wertschätzung für die geleistete Arbeit dazu gehören, wie der Versicherungsschutz während der Tätigkeit ist und vieles mehr.
An der Februarsitzung der Kirchenpflege wurde das Konzept schliesslich verabschiedet und am 18. März anlässlich einer Feier unseren vielen Freiwilligen präsentiert.
Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, finden Sie die Unterlagen auf unserer Website. Und falls auch Sie sich freiwillig bei uns engagieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit unseren Mitarbeitenden oder der Kirchenpflege auf.

Monika Di Benedetto

Förderverein Chilepark

Am 30. September 2025 haben wir zu Dritt den Förderverein Chilepark gegründet – mit Bettina Stadler als Präsidentin, Stefanie Schmid als Aktuarin und Monika Di Benedetto als Kassierin.
Der Chilepark wurde 2023 eröffnet mit dem Ziel einen Begegnungsort für die Bevölkerung von Turbenthal und Umgebung zu schaffen. Einen Ort, an dem sich alle willkommen fühlen und verschiedene Aktivitäten stattfinden können. Gerne auch von externen Akteuren, die den Chilepark ebenfalls nutzen dürfen. So macht das beispielsweise die Männerriege Turbenthal erfolgreich mit den Männerabenden.
Die Zürcher Landeskirche hat die Projektphase des Chileparks während drei Jahren mit einer Starthilfe unterstützt. Diese Gelder wurden für das Team der Sozialdiakonie eingesetzt, welche sämtliche Angebote koordinieren, Veranstaltungen planen, die «OffenBar» führen und insbesondere auch als Ansprechpersonen für das Freiwilligenteam wertvolle Arbeit leisten. Es hat sich in der Zeit gezeigt, dass diese Arbeit der Sozialdiakonie zentral ist, damit der Chilepark weiterhin belebt ist und attraktiv genutzt werden kann. Der reformierten Kirchgemeinde Turbenthal-Wila ist es jedoch wichtig, dass der Park der ganzen Bevölkerung zur Verfügung steht. Damit dies so weitergeführt werden kann, wurde der Förderverein Chilepark gegründet mit den folgenden Hauptzielen:

Projektbezogene, finanzielle Unterstützung und Entlastung für die Kirchgemeinde Turbenthal-Wila in den folgenden Bereichen zu generieren:
● Sozialdiakonische Arbeit im Chilepark Turbenthal
● Förderung der Angebote im Chilepark und des Gemeindelebens
● Instandhaltung oder Ausbau der Infrastruktur

Wenn Sie diese Ziele unterstützen möchten, freuen wir uns, wenn Sie Mitglied unseres Vereins werden oder diesen mit einer Spende unterstützen.
● Einzelmitglieder Fr. 50.-
● Familien Fr. 80.-
● Kollektivmitglieder Fr. 200.-

Unsere Statuten, mehr Informationen und ein Anmeldeformular finden Sie auf der » Website des Chileparks Turbenthal.

Wenn Sie sich aktiv beteiligen möchten, würde sich der Förderverein über weitere Vorstandsmitglieder oder Freiwillige freuen, die sich an diesem tollen Projekt beteiligen möchten.
Der Vorstand des Fördervereins Chilepark

Der «Grüne Güggel» 2022 – 2026

Der Gefleckte Fingerwurz. Die Echte Betonie. Das Abbisskraut. Und der Knollige Geissbart. Schon gesehen oder davon gehört? Nun, diese und weitere 23 spezielle Pflanzen wachsen mitten im Zentrum von Turbenthal. Seit 2023 ist mit dem Chilepark bei der reformierten Kirche auch ein Naturparadies geschaffen worden. Blumenwiese, Trockenstandorte, Stauden, Sträucher und Bäume bieten seither Raum nicht nur für kleine und grosse Menschen, sondern auch für Tiere aller Art. Das alles ist im Rahmen des «Grünen Güggel»-Projekts entstanden, das die Kirchenpflege im Jahr 2022 initiiert hat. Vereinfacht gesagt ist damit das Pendant zum «Energiestadt-Label» der politischen Gemeinde gemeint. Seit vier Jahren orientiert sich die Kirchgemeinde Turbenthal-Wila an Schöpfungsleitlinien im biblischen Sinne. Damit sehen wir uns einem grossen Ganzen verpflichtet, das zu bewahren und zu schützen uns ein wichtiges Anliegen ist. Was ist seither alles entstanden?
Manches gedeiht im Verborgenen. Die eingangs erwähnten Pflanzen etwa wachsen unverdrossen und ungesehen auf dem Dach der Trafostation hinter dem Bistro. In eben diesem Bistro werden Leitungswasser und lokal produzierte Leckereien offeriert. Die steilen Stiegen hinauf in den Turm sind nun gesichert. Räume werden mit ökologischen Mitteln gereinigt. In einem Umweltprogramm sind Dutzende von kleineren und grösseren Massnahmen aufgeführt. Manches harrt noch der Realisierung. Beispielsweise sind jahrhundertalte Gebäude nicht leicht energietechnisch zu sanieren. Dieses Jahr nun präsentiert die Umweltkommission das bisher Erreichte einem Gremium der Landeskirche. Wir streben so an, dass das Label «Grüner Güggel» weiterhin Bestand hat bei uns. Wir zweifeln nicht daran. Denn uns ist klar, dass wir alle ja Teil der Umwelt sind. Nicht umsonst heisst es beim Gemeinschaftsgarten als Devise «Hier wachsen Garten und Gemeinschaft». Genau das möchten wir weiterhin erreichen. Der Garten soll blühen. Und unsere Gemeinschaft soll wachsen und gedeihen. Für das ganze Projekt steht der Gemeinschaftsgarten sinnbildlich da. Besuchen Sie ihn! Hier wird miteinander sorgsam und lustvoll gegärtnert. Hier lernen wir voneinander, was die Natur uns schenkt. Von heilenden Wickeln über pflegende Cremen bis zum urtümlichen Sauerkraut – der «Grüne Güggel» und engagierte Menschen machen es möglich.
Sie sehen – bei uns findet nicht nur die Gemeine Heideschnecke ihren Platz. Sondern auch Menschen, die in Garten und Chilepark gedeihen möchten. Wir freuen uns auf Sie.

Martin Kieser
Umweltkommission

Förderverein Chilepark

Liebe Kirchgemeindemitglieder
Am Dienstag, 30. September wurde der Förderverein Chilepark Turbenthal gegründet. Zur Wahl gestellt haben sich Bettina Stalder fürs Präsidium, Stefanie Schmid fürs Aktuariat und Monika Di Benedetto als Kassierin. Der Gründungssitzung beigewohnt haben Daniel Wunderli, der sich als Revisor zur Verfügung stellt, sowie Iris Muhs, Kirchenpflege und Barbara Hefti, Sozialdiakonin in beratender Funktion.
Die Idee und Ziele des Chileparks haben wir bei der Projektierung wie folgt festgelegt.
«Das Hauptziel des Chileparks liegt darin, einen Begegnungsort für die Menschen in der Gemeinde und der Region zu schaffen. Unser Anliegen ist es, dass durch den neu gestalteten Kirchenpark die Menschen unserer Gemeinde als einen gemeinschaftsstiftenden, offenen Raum erleben, wo auf niederschwellige Weise Begegnungen, Gesprächsmöglichkeiten und Aktivitäten ermöglicht werden und stattfinden.
Mit den Angeboten im Chilepark wollen wir Menschen erreichen, welche sonst nicht an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen oder sich im Kirchenraum bewegen.»
Da der Chilepark Turbenthal-Wila ein Angebot für alle Menschen der Region ist, die sich nicht durch die Zahlung von Kirchensteuern beteiligen, engagiert sich der Verein dafür, zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren.
Der Verein hat folgende Ziele:
• Projektbezogene, finanzielle Unterstützung und Entlastung für die Kirchgemeinde Turbenthal-Wila in den folgenden Bereichen:
• Sozialdiakonische Arbeit im Chilepark Turbenthal
• Förderung der Angebote im Chilepark und des Gemeindelebens
• Instandhaltung oder Ausbau der Infrastruktur
Die Aufgaben gestalten sich gemäss Statuten wie folgt:
a) Der Verein beschafft finanzielle Mittel insbesondere aus:
•Mitgliederbeiträgen
• Freiwilligen Zuwendungen und Spenden
• Jahresbeiträgen oder einzelne Zuwendungen durch Organisationen und Stiftungen
b) Der Verein erarbeitet einen Vorschlag für die Gestaltung der Verkaufspreise in der «OffenBar» zu Handen und unter Beschluss der Kirchenpflege.
c) Der Förderverein kann Anlässe durchführen, die der Finanzierung und der Bekanntmachung des Chileparks dienen (beispielsweise Benefizanlass).
d) Der Vorstand des Fördervereins ist berechtigt, Anträge für die Weiterentwicklung des Chileparks zu Handen der Kirchenpflege zu formulieren.
Aktuell laufen im Hintergrund die Vorbereitungsarbeiten und wir werden in einer der nächsten Ausgaben weiter berichten. Alle Infos werden wir – sobald diese vorhanden sind – auf der Website des Chileparks Turbenthal aufschalten. https://chilepark-turbenthal.ch/
In eigener Sache: Da mir der Chilepark sehr am Herzen liegt, habe ich mich bereit erklärt, ad interim eine Vorstandsaufgabe zu übernehmen. Jedoch sehe ich dabei einen gewissen Interessenskonflikt mit meinem Amt als Kirchenpflegepräsidentin und vermutlich auch mit meiner zukünftigen beruflichen Situation. Ich würde es bevorzugen, wenn die Aufgabe als Kassierin an eine andere Person übertragen wird. Selbstverständlich stehe ich mit Rat und Tat in beratender Funktion dem Verein zur Verfügung. Wenn sich jemand vorstellen kann, diese Aufgabe zu übernehmen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen.

Monika Di Benedetto,
Kirchenpflegepräsidentin

Rückblick Roundtable 10. September

Wie wir in den vergangenen Monaten schon mehrfach kommuniziert haben, ist das grosse Thema, welches uns im Moment beschäftigt, die Frage wie es mit unseren Liegenschaften weitergehen soll. Dies aus verschiedenen Gründen: sämtliche Liegenschaften sind zwar grundsätzlich in einem stabilen Zustand, es zeigt sich aber, dass in den nächsten Jahren einiges an Investitionsbedarf auf uns zukommen wird. Dabei stehen Überlegungen an, ob wir die Gebäude weiterhin wie bisher nutzen und einfach die nötigsten Renovationen machen oder ob wir die Gebäude auch umnutzen können und sollen. Je nachdem belaufen sich die Kosten in den nächsten 25 Jahren zwischen 4.5 und 9 Millionen Franken. Da kommen nun aber weitere Faktoren hinzu: einerseits haben wir rückläufige Mitgliederzahlen, einerseits wegen Austritten, aber auch weil die Anzahl der Todesfälle die Geburten übersteigen. Wir müssen uns also sorgfältig überlegen, ob es auch möglich ist, zusätzliche Einnahmen über die Liegenschaften zu erwirtschaften, denn je mehr Geld für Liegenschaften gebraucht wird, desto weniger finanzielle Mittel stehen für das Gemeindeleben zur Verfügung. Und wir sind uns grundsätzlich alle einig, dass wir lieber in Menschen als in Hüllen investieren. Doch dazu kommen weitere Themen, die einen Einfluss haben: das kirchliche Leben verändert sich und wird in einigen Jahren voraussichtlich komplett anders aussehen. Wir müssen auch berücksichtigen, welche Räumlichkeiten wir für Unterricht und Mitarbeitende brauchen. Genauso wichtig ist es zu beobachten, wie sich der Sozialraum Turbenthal-Wila entwickelt und was die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sind. Hier werden auch Gespräche mit anderen Behörden und den politischen Gemeinden stattfinden müssen, damit wir gemeinsam planen können.

Im Rahmen dieser Ausgangslage haben wir am Mittwoch, 10. September zu einem runden Tisch eingeladen, dies mit dem Ziel, Fragen zu beantworten und auch die Inputs von Ihnen, liebe Kirchgemeindemitglieder einzuholen. In einer kleinen Runde konnte an diesem Abend ein guter Austausch stattfinden und wir haben wertvolle Inputs bekommen. Es ist schön zu spüren, dass die Kirche und ihre Entwicklung den Menschen am Herzen liegt. Fazit des Abends sind sicher die folgenden Punkte, bei welchen wir uns alle einig waren:
• Der Verkauf von Kirchen steht im Moment nicht zur Debatte, jedoch wird mit der Denkmalpflege sorgfältig geprüft, in welcher Form Umnutzungen denkbar sind
• Grundsätzlich ist der Verkauf von Gebäuden nicht erste Priorität, da es das Problem nur kurzfristig lösen würde.
• Die Strategie ist abhängig von vielen externen Einflussfaktoren und es muss Vieles bedacht werden. Die formellen Hürden und Abklärungen werden Zeit in Anspruch nehmen und es wird wohl einige Jahre Zeit brauchen, bis konkrete Pläne umgesetzt werden können.

Wir werden Sie weiterhin über den Prozess auf dem Laufenden halten und natürlich dürfen Sie sich jederzeit bei mir melden, wenn Sie Ideen oder Fragen haben. An der nächsten Kirchgemeindeversammlung am 29. November wird es wieder ein Update geben. Es wäre schön, wenn Sie dann auch mit dabei sind.

Monika Di Benedetto,
Kirchenpflegepräsidentin