Generationen-Ferien im Schwarzwald, 3. – 9. Oktober 26

2026 Generationenferien (1001) (Foto: Josef Kühne)
Samstag
Nach einer zweistündigen Fahrt durch die weite herbstliche Landschaft erreichten wir das Familien-Ferienhaus Feldberg-Falkau im Schwarzwald. Hier trafen alle zusammen, die auf unterschiedliche Art angereist waren. Wir konnten unsere Zimmerschlüssel entgegennehmen und uns mit dem weitläufigen Gebäude vertraut machen. Damit man sich da nicht verirrte, haben frühere Benützer die Gänge bunt bemalt. Mit dem Abendessen lernten wir die Frauen kennen, die uns die ganze Woche freundlich bedienen würden.


Sonntag
„Vom Aufgang der Sonne“ wurden wir geweckt, wachgeküsst und begrüsst. Im Familiengottesdienst begleitet uns das Thema „In lebendigen Kreisen glauben“, wie die vielen Jahrringe einer Baumscheibe oder das Samenkorn, das wir säen. - Baum/Bäume in allen Fazetten entdecken, erleben wir am Nachmittag. Rund um den Windgfällweiher führt der Weg uns an verschiedenen Arten von Bäumen und Sträuchern vorbei. Die Natur strahlt in allen Farbnuancen des Herbstes. Wir geniessen den Blick auf den See mit seinen Spiegelbildern, die Aussicht auf die Berge und den Wald und sehen die angenagten Baumstämme, das Werk der Biber. Zur allgemeinen Freude geht es danach in die Köhlerei am See. Dort wird nun geschlemmt, ein für diese Gegend typisches Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Das Tortenstück brachte einige ins Schwitzen beim Essen, aber es hat sich gelohnt, sich durchzukämpfen. Der Geschmack dieser Torte ist unübertrefflich aromatisch, fein, luftig, sahnig, kirschig! Durchatmen, sich bewegen und sich erholen! Am Abend singen wir mit viel Elan und Körpereinsatz. Wir lachen und geniessen die Gemeinschaft. Den Sonntag beenden wir mit dem Abendgebet, auch hier bleibt der Baum unsere Begleiter, …“bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des Herrn“.
Simone

Dienstag
Dienstag ist Wandertag. Ich wählte das Bergziegen-Programm: „11,5 km, 530 m obsi und 300 m nidsi, Ziel Feldberg, Talstation der Gondelbahn.“ Direkt von unserem Feriendomizil aus ging‘s los. Gemächlich wanderten wir auf guten Wegen durch Wald und Weiden und vorbei an stattlichen Gehöften. Im Touristenort Bärental gab’s eine kurze Rast. Munteres Geplauder verkürzte die Kilometer durch schwarzen Tannenwald. Doch Gräser und Farne leuchteten golden am Wegrand und nahmen ihm das Düstere. Schon lag der Felsenkessel mit dem idyllischen Feldsee vor uns. Wir hatten die späte Mittagspause verdient und stärkten uns für den steilen Aufstieg zum Ziel. „Fotiapparat, wo bisch?“ entfuhr es einer von uns. Nirgends! Im Zickzack überwanden wir die letzten zwei Kilometer und liessen uns mit der Gondelbahn auf den breiten Rücken der Feldbergweiden tragen. Die Rundsicht ist grossartig. Allerdings sahen wir die Schweizer Berge nur auf der Panoramatafel.
Eine Vierergruppe machte vom Büssli-Fahrdienst Gebrauch und fuhr dann mit der Gondelbahn hinauf zu den Weiden, wo die Rinder friedlich das dürre Gras rupften. Da genossen die Frauen die Aussicht auf einer Rundwanderung.- Die Familien vergnügten sich auf dem Feldberger Wichtelweg.
Der Mötteli-Bus mit Josef am Steuer brachte uns zurück nach Falkau mit Zwischenstopp im Bärental. Der lohnte sich: Ein ehrlicher Finder hatte die vermisste Kamera im Restaurant abgegeben! Mit diesem Highlight endete der tolle Wandertag.
Silvia

Mittwoch
Der Morgenkreis begann mit der Geschichte von Adam und Eva. Zuerst die Kinderversion mit Gestaltung des Garten Eden. Kinder und Erwachsene formten aus Lehm Tiere. Dann erzählte Isabel die Geschichte nochmals, jedoch nur für Erwachsene, und zwar aus einem neuen Blickwinkel, aus der Sicht von Theologen. Es wurde nicht der Mann, sondern der Mensch geformt.
Nach der Morgenrunde haben sich die Baumgestalter an die Finalisierung des Perlenbaums gesetzt. Die stolzen Baumbesitzer freuten sich an ihrem gelungenen Werk.
Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Titisee, wo wir gleich vom freundlichen und stolzen Besitzer des Zäpfle-Bähnle erwartet wurden. So begannen wir unsere einstündige Rundfahrt über die Führsatzhöhe auf 1070 m.ü.M und über Heiligenbrunnen am Golfplatz vorbei zurück nach Titisee. Das Bähnle fährt jeweils von April bis Oktober. Nach der eindrücklichen Fahrt erkundeten wir den touristischen Ort und bewunderten die Kuckucksuhren in diversen Grössen und Farben. Als Mitbringsel für Zuhause durfte ein Stück Schwarzwaldschinken nicht fehlen.

Nach dem Abendessen gingen alle in den Gruppenraum, wo uns Simone und Johannes in die malerische Welt von Zentangle führten. Das Zeichnen von „Müsterli“ hilft, wenn man zur Ruhe kommen möchte. Das Resultat war vielfältig und sah hübsch aus.
Damit ging ein unglaublich aufregender und erlebnisreicher Tag zu Ende und wir freuten uns bereits auf das nächste Abenteuer.
Céline

Donnerstag
Ein Regentag. Der lang ersehnte Niederschlag beschert uns einen halben Ruhetag.
Beim Morgen-Input beschäftigen wir uns mit dem Feigenbaum. Das ist einer der sieben Bäume in der Bibel mit viel Symbolgehalt.
Am Nachmittag machten wir einen Museumsbesuch mit Führung in Hinterzarten. Es ist das ersten deutsche Skimuseum und dokumentiert die reiche Wintersportgeschichte des Hochschwarzwaldes. Untergebracht ist es in einem renovierten Schwarzwaldhof aus dem 18. Jahrhundert. Es verbindet regionale Architektur mit Sportgeschichte.
Mit reichen Eindrücken kehren wir zurück und geniessen ein feines Abendessen.
Trudi

Generationen-Ferien im Schwarzwald, 3. – 9. Oktober 26
21.10.2026
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Fotograf/-in
Josef Kühne